Bilder ohne Datum vom September 2008


Erzbergerstraße nach Süden


Zwischen  Erzbergerstraße und dem  Gelände des alten Flugplatzes liegt der Bereich ehemaliger US-Einrichtungen
(Flugplatzgebäude, NCO-Club,  PX-Markt). Dieses sogenannte  C-Areal  wird zur Zeit der Entstehung der folgenden
Bilder (2008) von Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben (s. u.) eingenommen.


  
Im Bereich ehemaliger Hallen und Gebäude am vormaligen Flugplatzrand ist ein Gewerbepark entstanden.
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Nachtrag 2015
/2016

   
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Maxikauf/Supermarkt Kliver in New-York-Straße
Wie die Aufschrift auf dem roten  Transporter schon andeutet, hat  der  große  Supermarkt ein
reichhaltiges Angeboten  osteuropäischer Waren. Dieses Bild wurde an einem Sonntag aufge-
nommen, deshalb der leere  Parkplatz. Der  Supermarkt  nutzt  heute  das  Gebäude des   ehe-
maligen PX-Marktes der Amerikaner.
Ab 2013 wird Maxikauf als Supermarkt Kliver weitergeführt.

Ein Abstecher nach rechts in die Delawarestraße

  
NCO Club Delawarestraße
Der NCO  Club war der Treffpunkt der Non Comissioned   Officers, der  Unteroffiziere der amerikanischen  Armee. Unter  Beibehaltung
des traditionellen Namens ist er heute unter der Leitung des Stadtjugendausschusses beliebter Kinder- und Jugendtreff der Nordstadt.

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Nachtrag 2016
Im Zuge des weiter oben bereits erwähnten Umbaus des gesamten Areals soll allein dieses Kinder- und Jugendhaus erhalten bleiben.
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Merkur Akademie an Ecke Erzberger-/New-York-Straße
Die private Merkur Akademie International bietet neben allgemein bildende Schulzweigen v. a.
beruflich orientierte Ausbildungsgänge an.

Zurück zur Erzbergerstraße und weiter nach Süden


Erzbergerstraße
Der Stadtteil ist mittlerweile durch die Straßenbahnlinie 3 an das Karlsruher Netz angeschlossen.
Durch die  Rasengleise ist der  Bahnkörper in den Grünstreifen integriert und außerdem reduziert
der  Rasen auch das Fahrgeräusch. Schon früher einmal verlief  durch die  Erzbergerstraße eine 
- zwischenzeitlich  abgebaute - Eisenbahnlinie  von  Mannheim zum damaligen (
an der Stelle des
heutigen Staatstheaters)
Karlsruher Hauptbahnhof.


Duale Hochschule in der Erzbergerstraße

   
Eingangsbereich Duale Hochschule/ehemalige Berufsakademie
Die Hochschule hat Studienangebote in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Soziales. Seit März 2009 hat die ehemalige Berufsakademie den
Status als "Duale Hochschule". Damit wird die bewährte Kombination der Verbindung von Theorie und Praxis durch den Hochschulstatus ergänzt
und ausgebaut.


Ein Abstecher auf die gegenüberliegende Seite

   
Serbisch-Orthodoxe Kirche in der Erzbergerstraße
Die einfache Kirche mit Dachreiter und Sakristei wurde als North Chapel von den Amerikanern in der damaligen Amerikanersiedlung errichtet.


Seit 2012 wird das Gebäude von der Serbisch-Orthodoxen Kirche genutzt.
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Die Kirche wurde nach dem Abzug der Amerikaner bis 2011 von einer katholischen und einer
evangelischen  Kirchengemeinde   gemeinsam als
ökumenisches  Gemeindezentrum genutzt.
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In der Erzbergerstraße weiter nach Süden


PMB Maschinenbau GmbH
Im  Bereich des ehemaligen  Flughafens  befand sich früher u. a. eine  Flugzeugreparaturwerft.
Diese wurde nach Kriegsende von der Firma Heinkel Maschinenbau übernommen, die hier den
Heinkel  Motorroller baute und später  Zulieferer der  Luftfahrtindustrie wurde. Von der  Pietzsch
Gruppe übernommen, wird die Tradition als   Luftfahrtzulieferer
(PMB  - aircraft parts) fortgesetzt.
Nach Übernahme durch Aircraft Philipp - aircraft parts & engineering) ist die Firma weiter als ein
moderner Zulieferer der Luft- und Raumfahrtindustrie tätig.



Gebäude des alten Flughafens
Die Anfangs des 20. Jhds auf eine  Bedeutungszunahme des Karlsruher Flughafens gesetzten
Hoffnungen
erfüllten sich trotz  kurzfristigen  Wachstums ab 1925 nicht. Der  Ausbau des Flug-
hafens Frankfurt und  die Nähe zur französischen Grenze verhinderten damals eine Intensivie-
rung des zivilen  Luftverkehrs in  Karlsruhe. Nach dem Krieg beendeten sowohl die jahrzehnte-
lange Beanspruchung des Flugplatzgeländes durch die amerikanische Armee als auch die Lage
 innerhalb des mittlerweile  gewachsenen  Stadtgebiets schließlich die  Pläne für einen  Verkehrs-
flughafen in Karlsruhe.



 Die gastronomische Tradition des
Flughafenkasinos wird weitergeführt .


Erzbergerstraße 109
Dieses Gebäude beim ehemaligen Flughafenzentrum war die Reichssportfliegerschule und wurde
später als Wohnhaus verwendet.


Nach den alten Flughafengebäuden ein kurzer Abstecher nach rechts

Naturschutzgebiet Alter Flugplatz


Altes Flugfeld
- Blick über den ehemaligen  Flugplatz von der Südostecke nach Norden
Der zuerst nur ähnlich einem Naturschutzgebiet geschützte Bereich (Flora-Fauna-Habitat) darf
jetzt nur noch an wenigen Zugängen (s. u.) betreten und auch nur auf den Wegen (Wegegebot
und Leinenzwang für Hunde) begangen
werden. Seit Ende 2010 sind 69 Hektar des alten Flug-
felds zum Naturschutzgebiet mitten in der Stadt erklärt worden.


        
 Ausschnitte aus einer Infotafel am Südosteingang
Auf dem sandigem Boden (Flugsandflächen und Binnendünen der Würmeiszeit) entwickelte sich allmählich im 
Bereich  des   jahrzehntelang wenig  genutzten  Flugplatzes eine besondere Pflanzen- und Tierwelt, die an den
trockenen, nährstoffarmen Boden angepasst ist und heute unter Schutz steht.



Esel  auf dem Gebiet des alten Flugplatzes
(Foto: Aug. 2009. Das gezoomte Bild ist wegen der weiten Entfernung zu den Tieren leider unscharf)

Mittlerweile (2015) weiden hier auch Ziegen und Schafe.
 
Um heute eine  Verbuschung/Wiederbewaldung  des  Gebiets zu  verhindern, wird das  Gelände teilweise
gemäht, teilweise von Eseln abgeweidet. So ist auch hier die vielen Naturschutzgebieten eigene Situation
entstanden, dass die geschützte Eigenheit eines Gebiets erst durch den wirtschaftenden  Menschen (hier
Flugplatzbetrieb) entstanden ist und heute durch menschliche Eingriffe (Mähen, Besatz mit Steppentieren)
die natürliche Wiederbewaldung verhindert wird.

Interessant sind in diesem Zusammenhang einige Gedanken aus einem Artikel in der Zeitschrift
National Geographic vom Oktober 2016. Darin heißt es sinngemäß verkürzt:
Durchgeplante Naturschutzgebiete sind eine Art Naturmuseen, in denen nur ein bestimmter Zustand
bewahrt wird. Man sollte die Natur sich selbst überlassen, denn wahre Natur wandelt sich ständig.

Zurück zur Erzbergerstraße und weiter nach Süden


Luftschutzbunker an der Erzbergerstraße
Der Hochbunker wurde zum Schutz der Bewohner der Umgebung und des militärischen Flug-
hafenpersonals gebaut. Auch dieser Karlsruher Bunker ist kein schlichter Betonklotz, sondern
er wurde mit Ecklisenen, angedeuteten Bogenreihen, Fenstern und überstehendem Walmdach
mit Dachgauben  "verziert" oder getarnt. In dem halbrunden Vorbau befand sich der geschützte
Eingang und der Treppenaufgang.


      


Heute dient der Bunker als Schlagzeugschule.



Beim Bunker rechts bis zur Karl-Schrempp-Straße und durch diese nach Süden bis zum Waldring

  
Karl-Schrempp-Straße
Ab 1921 begann der Bau der genossenschaftlichen Hardtwaldsiedlung. Vom Waldring (s.u.) aus wuchs die Hardtwaldsiedlung über
Karl-Schrempp-Straße und Friedrich-Wolff-Straße nach Norden.



Waldring
Dieser halbkreisförmige Waldring sollte mit dem Wachsen des Stadtteils durch ein Gegenstück
weiter im  Norden vervollständigt werden.
Das weitere Nordwachstum der Siedlung wurde dann
aber durch die Anlage des Flugplatzes beendet.
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Nachtrag 2015:
Da die Hardtwaldsiedlung unter Denkmalschutz steht, ergeben sich heute Probleme bei Sanierung
oder Wärmedämmung.

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Zurück zur Moltkestraße

Man kommt  (nach rechts) zur ehemaligen Kadettenanstalt und früheren Grenadier/Infanterie-Kaserne,
die beide im Kapitel Weststadt1 beschrieben sind.


Bilder ohne Datum vom September 2008   

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