Rüppurr


Rüppurr ist ein altes Dorf mit mehreren späteren Ausbauphasen. Der Name stammt von einem bereits um 1100 erwähnten "Riedbur/Riedburc",
einem Haus/einer Burg im Ried, also im sumpfigen Gelände.
Der Ort gehörte lange Zeit dem Kloster Herrenalb, wurde um die Wende 16./17. Jhd.
 nach Erwerb durch den Markgrafen evangelisch und 1907 nach Karlsruhe eingemeindet
.

   
1914                                                   Rüppurr                                                2014
Die alte  Karte zeigt die Lage des langgestreckten Dorfes, das etwas erhöht am rechten Ufer der Alb liegt, die sich im Bereich der tiefer liegenden,
feuchten Wiesen in zwei
Arme teilt. Der Ortsteil Kl. Rüppurr im Norden ist der Bereich des ehemaligen Schlosses (S). Die Gartenstadt ist bereits im
Entstehen und im Bereich von Tulpenstraße und
Herrenalber Straße entwickelt sich Rüppurr schon nach Osten. Der eingezeichnete Bahnhof (Bhf.)
und die Haltepunkte (H.P.) sind Stationen der
Albtalbahn. Die neue Karte verdeutlicht die große Ausdehnung des Ortes nach Osten. Die heutigen
Haltestellen der Albtalbahn wurden jeweils durch ein x gekennzeichnet.

(Quellen: links Topographische Karten  1 : 25 000 des Großherzoglich Topographischen Bureaus von 1914, rechts OpenStreetMap contributors, jeweils Ausschnitte, verändert)
Zum besseren Vergleich ist die Auferstehungskirche auf beiden Kartenausschnitten mit einem schwarzen Punkt markiert, der Bereich des ehemaligen Schlosses mit einem S.

Bilder ohne Datum vom  März 2008

Reste des ehemaligen Schlossbereichs


Die Meierei, ein erhaltenes Gebäude des ehemaligen Schlossareals


Schild an der Meierei


Ehemalige Schlossmühle an der Alb



Hinweistafeln zur ehemaligen Schlossanlage beim Parkplatz an der Rastatter Straße





Alt-Rüppurr/Rüppurr - Dorf

  
Nikolauskirche in der Rastatter Straße


Lange Straße - Blick zur Auferstehungskirche
Die neobarocke, evangelische Kirche stammt vom Anfang des 20. Jhdts (Grundsteinlegung 1907).


Lange Straße/Ecke Löwenstraße: giebelständige alte und traufständige neue Häuser


Lange Straße/Ecke Allmendstraße: das alte Rathaus von Rüppurr



Rüppurr - Gartenstadt
Das seit Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene  Stadtviertel ist eines der ersten  Beispiele einer genossenschaftlichen Siedlung im Grünen.
Die aus England kommende Gartenstadtbewegung strebte ein preiswertes, gesundes Wohnen am Stadtrand in durchgrünten Stadtvierteln und
Häusern mit Gärten zur Selbstversorgung an.



Ostendorfplatz
Der Platz bildet einen torähnlichen  Eingangsbereich zur   Gartenstadt: Der von hier ausgehende
 Holderweg ist zentrale Erschließungsstraße des Viertels. Die Geschäfte des kleinen funktionalen
Zentrums dienen der Versorgung der Gartenstadtbevölkerung.


Zweigeschossige Reihenhäuser im Heckenweg


Gärten zwischen den Häusern


Hochbunker am Irisweg
Auch dieser Luftschutzbunker ist kein reiner Zweckbau, sondern mit einem Dach, angedeuteten
Fensteröffnungen und sogar mit einem großen schmückendem Relief (s. u.) versehen.



In der heroischen Bildersprache des "Dritten Reichs" ist ein Kämpfer dargestellt, der Mutter und Kind beschützt.

Für mehr Informationen zu ehemaligen Luftschutzeinrichtungen hier klicken.

Vorgeschlagene Route Rüppurr: Straßenbahnhaltestelle Schloss Rüppurr - Rastatter Straße - am Parkplatz Orientierungstafel zum ehemaligen
Schloss - Lange Straße - Löwenstraße - Rastatter Straße nach Norden - Herrenalber Straße nach Norden - Diakonissenstraße - Heckenweg -
Straßenbahnhaltestelle Ostendorfplatz

Nachtrag 2012


Quartier Sonnengrün an der Ostseite der Herrenalber Straße
Die Herrenalber Straße trennt die Ortsteile Alt-Rüppurr und Rüppurr-Gartenstadt. Am Westrand der Gartenstadt
wurde dieses moderne Wohngebiet erbaut - wegen Befürchtungen, den Charakter der bestehenden Gartenstadt
zu beeinträchtigen, n
icht mit der Zustimmung aller bisheriger Bewohner der Gartenstadt. Die notwendigen Lärm-
schutzmaßnahmen zur Herrenalber Straße bewirken wirklich auf dieser Seite einen etwas bunkerartigen Eindruck.



Quartier Sonnengrün - von der rückwärtigen Erschließungsstraße aus gesehen.
Hinter der Mauer im Hintergrund verläuft die Herrenalber Straße

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