Waldstadt

 


Blick vom Durlacher Turmberg: Die hellen Hochhäuser der Waldstadt ragen aus dem Hardtwald.

Waldstadt/Waldlage
Bilder ohne Datum vom März 2009


Der Stadtteil wurde ab 1957 nach Plänen von Selg als reine Trabantenstadt  erbaut, d. h. die Waldstadt ist ein relativ selbständiger Stadtteil im Randbereich
 einer Großstadt. Zuerst wurde nur der im  Hardtwald gelegene  Teil - die eigentliche  Waldstadt - erstellt. Von der Theodor-Heuss-Allee aus wurde der Vorort
 v. a. durch fünf  Erschließungsstraßen, die als Stichstraßen störenden Durchgangsverkehr verhindern sollten
, gegliedert. Ungefähr zehn Jahre später wurde
 dann der Stadtteil
um ein weiteres Wohngebiet östlich der Straßenbahnlinie  erweitert, wodurch die  "Waldstadt Waldlage" durch die "Waldstadt Feldlage"
ergänzt wurde. Noch später entstand nördlich der L 604 im Bereich der Europäischen Schule das "Europa Viertel"

   
 1914                                                 Waldstadt                                     2014
Die eigentliche Waldstadt (Waldlage)  liegt im Hardtwald; die jeweils durch eine Straße erschlossenen Unterabteilungen sind
durch  Waldstreifen voneinander getrennt. Die  Gebäude an  den  fünf  blitzförmig  verlaufenden  Straßen sind alle nach dem
gleichen Prinzip angeordnet.

Zum besseren Vergleich wurde jeweils die Stutenseer Allee eingezeichnet und die ehemalige Gaststätte "Jägerhaus" mit einem roten Punkt markiert.
(Quellen: links Topogr. Karte  1 : 25 000 des Großherzoglich Topographischen Bureaus von 1914, rechts OpenStreetMap contributors, Ausschnitte, verändert
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Wegen der gleichen Anordnung der Gebäude in den Straßen der  Waldstadt (Waldlage) reicht es, hier eine Straße als typisches
Beispiel zum Verständnisdes Aufbaus der gesamten Waldstadt Waldlage zu behandeln. Als Beispiel wird hier die Insterburger
Straße beschrieben und das Beispiel weiter unten mit Abweichendem/Zusätzlichem aus den anderen Bereichen ergänzt.



Theodor-Heuss-Alle/Abzweigung zur Insterburger Straße
Von der  Theodor-Heuss-Allee am westlichen Rand der  Waldstadt zweigen die einzelnen Erschließungsstraßen
zu den jeweiligen Unterabteilungen ab. MIt begleitendem Rad- und Fußweg ist die Verkehrachse gut ausgebaut,
und bildet dadurch auch eine deutliche Trennung vom westlich anschließenden Hardtwald.



Insterburger Straße/Hochhaus
Jeweils im Westen der einzelnen Straßen/Unterabteilungen bildet ein Hochhaus einen baulichen Akzent.


Insterburger Straße/Garagen
Der erste Blick in die Insterburger Straße wird von der Garagenfront der anschließenden Reihenhauszeilen dominiert.


Insterburger Straße/Reihenhäuser
Torartig gestaltete  Durchgänge führen von der  Straße zu den   Wohnhäusern. Der etwas triste Eindruck täuscht aber,
denn eigentlich ist die Garagenseite eher der "Hinterhof" der Häuser. In dem breiten Waldstreifen (hier im Hintergrund)
 zwischen den  Unterabteilungen verlaufen  nämlich  Fuß- und Radwege die einen autofreien  Zugang zu den  Häusern
ermöglichen.



Rad- und Fußweg zwischen Insterburger Straße und Schneidemühler Straße
Die trennenden Waldstreifen zwischen den einzelnen Unterabteilungen sind vom KFZ-Verkehr freigehalten.
Spielplätze sind in den ausgedünnten Wald eingestreut.



Pillauer Straße/Einzelhäuser
Auf der den oben gezeigten Reihenhäusern gegenüberliegenden Seite im westlichen
Bereich der  Insterburger  Straße zweigen kleine  Nebenstraßen in einen  Bereich mit
 Einzelhäusern ab.


Insterburger Straße/Ladenzeile
Nachdem der  Westteil der Straße jeweils von  Einzel- und Reihenhäusern geprägt wird,
verändert sich das Erscheinungsbild
im Bereich des Straßenknicks : Jede der Unterab-
teilungen ist im Bereich des Knicks mit einem kleinen Geschäftszentrum ausgestattet. Die
Selbständigkeit im   Versorgungsbereich ist typisch für eine Trabantenstadt. Aber der leer-
stehende Laden ganz links deutet 2009 Probleme bei der Belegung der Läden und damit
 in der Nahversorgung der Einwohner der Trabantenstadt an.


Insterburger Straße/Evangelische Simeonkapelle
An die Kapelle schließt sich ein Gemeindezentrum an. Kapelle und Gemeindezentrum sind eine
 Besonderheit der Insterburger Straße.


Insterburger Straße/Blick nach Osten
Die Hauptverkehrsachse der Unterabteilung ist von parkenden Fahrzeugen geprägt. Die Häuser
sind jedoch ebenfalls durch Fuß-/Radwege in den beiderseitigen Waldstreifen zu erreichen.


  
Insterburger Straße/Wohnblöcke
Während der Westen jeder Unterabteilung von Einzel- und Reihenhäusern (s. o.) geprägt wird, findet man in den östlichen
 zwei Dritteln große Wohneinheiten in unterschiedlichem Sanierungszustand. Durch die mittlerweile recht groß gewordenen
Bäume bleiben Probleme mit Verschattung und Feuchtigkeit nicht aus.



Trampelpfade zwischen Insterburger Straße und Schneidemühler Straße
Neben den asphaltierten Fuß- und Radwegen gibt es in den Waldstreifen noch viele Trampelpfade.

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Ergänzung Europaviertel folgt

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