Rheinhafen Karlsruhe und Rhein

Der Hafen liegt im Stadtteil Mühlburg.

Schon im 18. Jhd gab es Überlegungen, Karlsruhe durch einen schiffbaren Kanal (Ludwigskanal) mit dem Rhein zu verbinden, um einen stadtnahen Hafen
 zu bekommen. Aber entsprechende Pläne von Weinbrenner und Tulla wurden nie ausgeführt.

Der heutige Rheinhafen
entstand dann ab 1898 als Nachfolger des zu klein gewordenen Hafens von Maxau - heute Yachthafen - und wurde 1901 eröffnet.
 Dadurch wurde  Karlsruhe zum  Rheinanlieger, obwohl die Stadtmitte circa 7 km vom Rhein entfernt ist. Heute umfasst der Hafen nach Aus- und Umbauten
6 Hafenbecken (mit dem  Stichkanal)  und ca. 300 ha Fläche. Kaianlagen und Lagerflächen (Freilager, Lagerhallen, Siloraum, Tanklager) sind durch Straße
 und Hafenbahn erschlossen. Rheinhafen und   Ölhafen bilden  zusammen die Städtischen Rheinhäfen  und gehören  mit einem  Umschlag von über 6 Mio T
 (hauptsächlich  Mineralölprodukte und  Massengüter wie  Kohle, Schrott, Getreide und  Futttermittel) zu den  größten Binnenhäfen von Baden-Württemberg,
 Deutschland und  Europa.
Die beiden  Rheinhäfen gehören mit  circa viertausend  Arbeitsplätzen zu den wichtigsten  Industrie- und Dienstleistungsgebieten
der Stadt und sind somit die Voraussetzung für tausende weitere Arbeitsplätze im Raum Karlsruhe.
Wegen der Überlastung der Bundesfernstraßen und der
 unzureichenden  Transportkapazität der  Bahn erwartet man
zudem einen weiteren  Aufschwung - besonders im   Containerverkehr direkt von der Nordsee
bis in den Binnenhafen. Ein Zukunftsplan ist eine leistungsfähige Verbindung von Karlsruhe zum Mittelmeer durch den Ausbau des Rhein-Rhone-Kanals.


Der Karlsruher Rheinhafen gehört seit 2012 zum Projekt 'UPPER RHINE PORTS: A CONNECTED CORRIDOR'. Dabei handelt es sich um einen grenzüber-
schreitenden  Zusammenschluß von neun  Häfen am  Oberrhein (Basel, Mulhouse,  Weil am Rhein,  Colmar, Kehl,  Strasbourg,  Karlsruhe, Ludwigshafen und
Mannheim), um die Leistungsfähigkeit der Häfen durch Synergieeffekte zu erhöhen
.

Drei Routenvorschläge folgen am Ende /// Bilder ohne Datum von April 2008



Rheinhafen Karlsruhe
Quelle: OpenStreetMap contributors, Ausschnitt

   
Der Rheinhafen
Der  Überblick aus der  Höhe zeigt von rechts  nach links die  Becken eins, zwei und drei und ganz
im Hintergrund den Stichkanal (
das Verbindungsbecken/Becken sechs) zum Rhein. In der Bildmitte
 ist die Werftstraße mit  Lagerhäusern auf der linken und dem mehrstöckigen  Gebäude des  Hafen-
kontors auf der rechten
Seite.  Ganz  rechts  der "Energieberg" (ehemalige Mülldeponie), links das 
Kohlelager  und ganz hinten Mitte links das Rheinhafen-Dampfkraftwerk.


Dieses Übersichtsbild wurde möglich, da man während des Hafenfestes 2010 mit einem riesigen
Mobilkran (s. u.) der Firma Schmidbauer in einemMontagekorb circa 70 m hochgezogen werden
konnte.



Mobilkran von oben


Südliche Uferstraße
Der Rheinhafen gehört - wie das Schild zeigt - fast ganz zum Stadtteil Mühlburg. Um einen Eindruck
des Hafens  zu vemitteln, werden in der Folge  Einzelbereiche gezeigt. Die Auswahl und die Abfolge
erfolgte  entsprechend  der Route  auf der  2008 die meisten Bilder aufgenommen wurden  und stellt
keine Bewertung oder Einschätzung der Bedeutung dar.



Honsellstraße - Blick nach Westen - Einfahrt Rheinhafen
Die Honsellstraße ist (über  B10 und Südtangente) die Hauptzufahrt zum Hafengebiet. Die Bahnlinie
kommt vom Westbahnhof und teilt sich dann in Schienenanschlüsse zu den einzelnen Hafenbecken.
Im Hintergrund die ehemalige Mülldeponie-West mit drei Windkraftanlagen.



Heizkraftwerk West
Produktion und Verteilung von Fernwärme (Kraft-Wärme-Kopplung)  sind heute Hauptaufgaben des ehemaligen Städtischen Elektrizitätswerks. Das Kraft-
 werk ist das Zentrum der städtischen Fernwärmeversorgung. Die benötigte Wärme  wird hier, außerdem im Rheinhafen-Dampfkraftwerk der EnBW, in Heiz-
 werken am Ahaweg und in der Waldstadt produziert. Zudem wird hier Niedertemperatur-Prozessabwärme von der Raffinerie (MiRO) in das städtische Fern-
 wärmenetz eingespeist. Die umweltfreundliche Fernwärme versorgt heute mit mehreren Hauptleitungen das ausgedehnte Fernwärmenetz des Stadtgebiets
und ermöglicht so CO2-armes Heizen für viele Betriebe und Privatwohnungen.
Energy Award 2013
Mit der Fernwärmeauskopplung aus der MiRO gehören die Stadtwerke zu den herausragenden Projekten der Energiewende und siegten in der Kategorie
 "Gewerbliche Anlage des Jahres".


Becken II - Anlegestelle der "Karlsruhe"
Am östlichen Hafenende - in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle - befindet sich der Liegeplatz des städtischen Fahrgastschiffs "Karlsruhe".
Da  das bisherige Schiff (=> Bild oben) in  Ausstattung und  Technik nicht mehr ganz den heutigen Ansprüchen genügte, wurde im Jahr 2010
ein größeres  Fahrgastschiff  (=> Bild unten) in Dienst gestellt. Links Verladebrücken des Kohlelagers, rechts Lagerhallen an der Werftstraße.



Das neue Fahrgastschiff "Karlsruhe" während des Hafenfestes 2010


Lagerhäuser am Becken zwei (Blickrichtung Osten)


Werftstraße (Blickrichtung Westen)
In  der Werftstraße stehen die großen Lagerhäuser,  vorne die Werfthalle II, dann folgt die Getreidelagerhalle. Auf der Fassade der Werfthalle II
befindet sich im  Jahr 2008 noch das blaue Logo der  Logistik- und  Transportdienstleistungsfirma Wincanton GmbH,
des bisherigen Betreibers.
Nachtrag: Wincanton hat sich aus dem Deutschlandgeschäft zurückgezogen, die Aktivitäten wurden 2011 von der Rhenus Gruppe übernommen.
In Karlsruhe gibt es jetzt die
Rhenus Port Logistics Karlsruhe.


Getreidelagerhaus - Blick von der Nordbeckenstraße
Das große   Silogebäude im  Hintergrund trägt noch den Namen "KALAG" (Karlsruher Lagerhaus- und Speditionsgesellschaft).
Die Kalag stand früher fast ganz im Besitz der damaligen Rhenus und wurde später zeitweilig Eigentum
der Wincanton GmbH.
Der Schrottlagerplatz im Mittelgrund gehört zur ELG Hanielgruppe (siehe unten).


 
Getreidelagerhaus - Werftstraße
Das Gebäude wurde in den ersten Jahren des 20. Jhdts gebaut. Entsprechend dem damaligen Zeitgeschmack bekam der Stahlbetonbau
eine   Verblendung mit Ziegelmauerwerk und wurde mit gemauerten Zierbändern geschmückt.
Der Schüttbodenspeicher (links) wird durch
den "Maschinenturm" vom Silospeicher getrennt.
Der rechte Gebäudeteil/Silospeicher (Bild rechts) wurde nach Kriegszerstörung erneuert.


Werftstraße
Die ELG Haniel Gruppe ist sowohl im Handel als auch in der Aufbereitung, dem Recycling von Rohstoffen für die Edelstahlproduktion tätig.


Werftstraße
Rechts noch Fahrzeuge der ehemaligen Niederlassung Karlsruhe der Wincanton GmbH und im Hintergrund die blaue Front der
Lager- und Produktionshallen der Stahl-Metall-Service Gesellschaft für Bandbearbeitung mbH, die Stahlblechrollen verarbeitet.



Becken II
Im Hintergrund überragt die blaue Stahlkonstruktion der Ladeeinrichtungen der Fa. Stahl-Metall-Service das Hafenbecken und das zu entladende Schiff.

  
Verschiedene Be-/Verladetechniken am Becken II


Energieberg - Begrünte Mülldeponie mit Solar- Deponiegas- und Windkraftanlagen
Die ehemalige Mülldeponie am Rand des Hafens gehört amtlich bereits zum Stadtteil Knielingen.


Überblick über den Energieberg (<= für mehr Bilder klicken) am Becken eins


Südwest-Asphalt
An der
Nordbeckenstraße liegt das Werk Karlsruhe Rheinhafen der Südwest Asphalt.


Nordbeckenstraße - Containerterminal mit zwei Containerbrücken
Außer mit dem Schiff und dem LKW kommen die Container seit 2007 auch mehrmals pro
Woche direkt mit einem Zug von Rotterdam ins Terminal am Rheinhafen.


   
Nordbeckenstraße - Containerterminal
Nachtrag 2014: Mit dem Rückzug von Wincanton (Logo noch im linken Bild) aus Deutschland ist der Betrieb des Terminals an Contargo über-
gegangen. Das Terminal wird jetzt gemeinsam mit dem größeren Wörther Container-Terminal (auf der gegenüber liegenden Rheinseite) als
Contargo Wörth-Karlsruhe GmbH betrieben.


Wasserfront des Containerterminals


Nordbeckenstraße - Hochwasserdamm (zusammengesetztes Bild)
Der Hafenbereich ist stellenweise von einem Damm umgeben. Hier begleitet der Damm die Nordbeckenstraße
und grenzt direkt an das Feuchtgebiet der Rheinniederung.



Naturschutzgebiet
Nördlich des Hafengebiets schließen - jenseits des oben gezeigten Damms - die Naturschutzgebiete Altrhein-Maxau und Burgau an.

  
Nordbeckenstraße - Damm/Dammscharte
Der Höhenunterschied zwischen den beiden Seiten des Damms verdeutlicht, dass das Gelände innerhalb des Hafendamms aufgeschüttet wurde,
um eine gewisse Hochwassersicherheit zu bieten. Die Dammscharte kann im Falle eines Hochwassers verschlossen werden.
Da seit Jahrzehnten
die natürlichen Retentionsräume am Oberrhein eingeschränkt wurden, liefen die Hochwasser seitdem höher auf. Im Mai 1983 erreichte das Wasser
den höchsten  Stand des 20.  Jahrhunderts (8,59 m am Pegel Maxau) und überschwemmte das ganze  Hafengebiet nebst Umschlags-, Lager- und
Produktionsanlagen.



Hafensperrtor
Durch das  Hafensperrtor kann nun der Ringdamm seit 1987 auch rheinseitig geschlossen werden. Schon 1999 gab es im Februar dann das
zweite "Jahrhunderthochwasser" aber durch das geschlossene Hafensperrtor konnte eine Überflutung des Hafenbereichs vermieden werden.
Das  Sperrtor wird bei  Einstellen der  Schifffahrt wegen Hochwassers bei einem Pegelstand von 7,50 m (Maxau) geschlossen. Vom Rhein bis
zum Sperrtor sind es 600 m.



Infoschild zum Hafensperrtor
Mit dem Hafensperrtor bildet der Karlsruher Rheinhafen eine Besonderheit unter den deutschen Binnenhäfen.
Er erinnert an den Typ des Dockhafens (Bsp. Emden) am Meer, der auch durch (Schleusen-) Tore geschlossen
werden kann - dort jedoch hauptsächlich, um einen zu niedrigen Wasserstand während der Ebbe zu vermeiden.



Hafenausfahrt - Blick vom Sperrtorübergang nach Westen
Links die Kohleverladebrücke des Rheinhafen-Dampfkraftwerks, rechts der Steiger für die Boote der Wasserschutz-
polizei, die ihre Dienststelle gleich neben dem Steiger hat. Im Hintergrund die Hafenausfahrt und der Rheinstrom.



Rheinhafen-Dampfkraftwerk - Blick vom Sperrtorübergang auf Kohlebandverladeanlage und Kraftwerk (April 2008)
Das Kraftwerk besteht aus mehreren Blöcken, von denen im Jahr 2009 zwei (eine Gas- und Dampfturbinenanlage
und
eine kohlebefeuerte Anlage) in Betrieb waren. Die anderen Blöcke wurden teilweise stillgelegt oder werden als
Reserve vorgehalten. Durch Kraft-Wärme-Kopplung wird die eingesetzte Energie effektiver genutzt, das Kühlwasser
wird dem Rhein entnommen. Die benötigte Steinkohle wird auf dem Rhein antransportiert

  Die älteren Kraftwerksblöcke unterscheiden sich deutlich durch Bauweise und Farbe von den jüngeren Gebäuden mit
den hohen Schornsteinen aus der Zeit der Hochschornsteinpolitik (Verteilung von Schadstoffen durch die Abgabe in
großer Höhe über eine sehr große Fläche und damit Verringerung der Schadstoffbelastung pro Flächeneinheit). Hier
wird seit 1992 durch den Kraft-Wärme-Koppelbetrieb ein großerTeil der Fernwärme für die Stadt erzeugt.
Der Bereich
des Rheinhafen-Dampfkraftwerks gehört laut städtischem Plan zu Daxlanden.
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Einschub: Bau des neuen Kraftwerkblocks RDK8


Rheinhafen-Dampfkraftwerk
Blick zu den bestehenden Blöcken des Kraftwerks. Auf der Baustelle im Vordergrund wurde ab 2008 das Kraftwerk erweitert.
Ein neuer Steinkohleblock (RDK 8) mit 120 m hohem Kesselhaus und 230 m hohem Schornstein soll mit modernster Technik
(Wirkungsgrad > 46%, Absenkung des CO2 Ausstoßes, Fernwärme durch Kraft-Wärme-Kopplung, hohe Rauchgasreinigung) 
912  Megawatt Energie erzeugen, was in Karlsruhe zu Ärger und Diskussionen wegen des Schadstoffausstoßes (Kohlendioxid,
Feinstaub, Stickoxide) führte. Ein weiterer neuer Gas- und Dampfturbinenblock ist geplant und sollte hier einmal nach der Fertig-
stellung 400 Megawatt liefern. Mittlerweile (2013) darf man aber im Zuge der immer unrentabler werdenden Gaskraftwerke
bezweifeln, ob auch dieses Projekt verwirklicht wird.



Blick vom Hafenbecken auf den Kraftwerksneubau
Der Schornstein mit der Rauchgasreinigung (links)  ist bereits fertig. Rechts ist das zukünftige Kesselhaus im Bau.


Blick von Nordwesten auf den neuen Kraftwerksblock
Zwischen den beiden   Treppentürmen (120 m hoch) des  Kesselhauses steht das  Kesselgerüst. Ganz rechts entsteht der dazugehörige Kühlturm.
Um den Kühlturm nicht übermäßig groß werden zu lassen, wird er - im Gegensatz zu den bekannt großen Naturzugnasskühltürmen - als Ventilator-
kühlturm (ca. 80 m hoch) erbaut.



Basis des Ventilatorkühlturms
Die Kühlluft wird beim Kühlbetrieb durch die großen Ventilatoren an der Basis des Bauwerks eingeblasen.



Blick vom Rhein zum Rheinhafen-Dampfkraftwerk der EnBW
Rechts die alten Kraftwerksblöcke, links die schon weit fortgeschrittene Baustelle des neuen Kraftwerkblocks.
Der 230 m hohe Schornstein ist bereits fertig.



Kohlebandverladeanlage, Kesselhaus RDK 8 und Ventilatorkühlturm
Der Kraftwerkbau schreitet mit Verzögerungen weiter fort.


Der 80 m hohe Kühlturm ist erbaut, die Ventilatoren an der Basis sind hinter einer Verkleidung (Lärmschutz) verschwunden.

   
Links Blick vom Hochwassersperrtor auf Schornstein, Kesselhaus und Ventilatorkühlturm. Rechts Blick von Fettweisstraße zum neuen Kesselhaus
Da der Hilfsdampferzeuger arbeitet, entweicht Wasserdampf aus dem Kesselhaus.

     
                                                           RDK 8 im Herbst 2013                                                              RDK 8 im Januar 2014  - Blick vom Knielinger See
Das Kraftwerk ist weitgehend fertig. Während des Probebetriebs brach aber im August wegen einer undichten Hydraulik ein Brand im Maschinenhaus aus.
Anfang November 2013 wurde nach Beseitigung der Brandschäden der Probebetrieb mit dem Anfahren des Hauptdampferzeugers wieder aufgenommen.
Rechts: Der Schornstein dampft, das Kraftwerk wird unter Vollast erprobt und befindet sich Anfang 2014 in einer Phase der Feinabstimmung des Betriebs.


RDK 8 (912 Megawatt) speist nun seit Mai 2014 als ein hochmoderner und sehr effizienter Stromerzeuger im Normalbetrieb Strom in das Netz ein.
Jedoch ist im Zuge der Energiewende und der damit zusammenhängenden Strompreisentwicklung ein wirtschaftlicher Betrieb
für das Großkraftwerk heute erschwert.
Im Zuge der offiziellen Inbetriebnahme konnte im Rahmen des Tages der offenen Tür im Oktober 2014 der neue Kraftwerksblock RDK8 besichtigt werden.

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Blick vom Sperrtorübergang nach Osten
Der lange Verbindungskanal (Becken VI) führt vom Rhein zu den inneren Hafenbecken. Links die Containerbrücken,
rechts ein Boot der Wasserschutzpolizei, im Mittelgrund hinter dem Abzweig zum Becken V das Tanklager und ganz
hinten
mit dem hohen Schornstein das Heizkraftwerk-West.


Fettweisstraße 28-32
Das Tanklager Karlsruhe wird von der Oiltanking GmbH, einem der weltweit größten Betreiber
von Lagern für Mineralöle, Chemikalien und Gasen, betrieben.


 
Bäckerei und Konditorei Neff
Der Mittelstandsbetrieb bäckt hier die Waren für über 60 Filialen in Karlsruhe und Umgebung.
Im Vordergrund Fernwärmeleitungen vom Rheinhafen-Dampfkraftwerk der EnBW zum Heizkraftwerk West.


Fettweissstraße - Spaeter-Gruppe
Im Rheinhafen befindet sich einer der Standorte der Gruppe, die im Stahlhandel tätig ist.


Fettweisstraße - Logistikcenter Simon Hegele
Die Gesellschaft für Logistik und Service ist im Bereich Lagerhaltung, Beschaffung und weltweiter Versorgung tätig
.


Fettweisstraße - Baucenter


Hansastraße - CEMEX
Die weltweit operierende Firma  (Hauptsitz Mexiko) hat die ehemalige Firma Readymix als
Cemex Deutschland eingegliedert. Neben Transportbeton liefert die Firma Sand, Kies, Split,
Zement und Betonbauteile
.


Hansastraße - Air Liquide
Die Air Liquide Deutschland ist eine Tochter der weltweit tätigen französischen Firma. Ihr
Geschäftsbereich ist  die Produktion und Lieferung technischer und medizinischer Gase.



Hansastraße: Ex-Thermoselect
Das schöne technische Bauwerk gehört zu einem weniger schönen Thema: Die Müllbehandlungsanlage Thermoselect der EnBW sollte den Müll von
 Karlsruhe und Umgebung mit einer neuen Technik umweltfreundlich verarbeiten. Vorgesehen war, in einem Hochtemperaturreaktor den komprimierten
 entgasten Müll zu verbrennen  und die Reste zu einem Granulat einzuschmelzen. Nach vielen Pannen und kostenintensiven Nach- und Umrüstungen
wurde der Betrieb von der EnBW 2004 eingestellt. Die weitere Verwendung der Halle ist unklar.

Nachtrag 2015: Wegen anhaltender Rechtstreitigkeiten bleibt die Zukunft des weiterhin Kosten verursachenden Bauwerks immer noch ungewiss.
 

Blick über Hafenaus-/-einfahrt zum Rhein
Der Rhein bildet auf weite Strecken die Westgrenze von Karlsruhe.


Schild am Ölhafen
Wie das Schild zeigt, gibt es mehrere Häfen in Karlsruhe.
Hier geht es weiter zum Ölhafen und Umgebung

Bilder ohne Datum April 2008

Ergänzung 2009


Ruine Westwallbunker (Südseite)
Im "Weidensaum" nördlich der Schiffsmeldestelle findet man noch eine relativ gut erhaltene  Bunkerruine des Westwalls.
D
ie  "Oberrheinstellung" an der Grenze zu Frankreich verlief östlich des Rheins im Karlsruher Raum weiter nach Norden.
In der Pfalz folgte der Westwall dem Grenzverlauf zu Frankreich durch den
Bienwald in westnordwestlicher Richtung. Die
"Bienwaldstellung" wurde
im Süden  Karlsruhes durch den "Ettlinger Riegel" im Hardtwald ergänzt.

  
Reste des gesprengten Bunkers
Der  Regelbau 10  (Baustärke B alt)  mit 1.50 m dicken   Mauern war ein Gruppenunterstand mit angehängtem  Kampfraum und wurde vor
oder bei Kriegsbeginn erbaut. Wie die meisten Bunker des Westwalls wurde er nach dem Ende des 2. Weltkriegs gesprengt und die Reste
eingezäunt.  Fast alle  Bunkerruinen wurden
in der  Folgezeit aus  Sicherheits- oder  Platzgründen  gänzlich entfernt. Im Laufe der Zeit hat
man aber den historischen (und mittlerweile ökologischen) Wert dieser   Bunkerruinen  (vergleichbar einer Burg oder Festung) erkannt und
versucht, noch vorhandene Reste
als Zeugen der Wehrtechnik und als Mahnmale zu erhalten. In Baden-Württemberg stehen seit 2005 alle
Ruinen des Westwalls
unter Denkmalschutz.

Hinweis: Von Karlsruhe aus sind weitere Westwallreste z. B.  im Bienwald bei Schaidt oder westlich von Oberotterbach (Otterbachabschnitt)
am Westrand des Pfälzerwalds auf dort ausgeschilderten Wegen mit anschaulichen Infotafeln zu besichtigen. Weitere Hinweise dazu unter:
http://www.otterbachabschnitt.de/39994.html (= externer Link)


   
                             Tulla-Denkmal in der Nähe des Rheinkilometers 361
                           Granit mit großen, weißen Kalifeldspatporphyroblasten

Die große Informationstafel im Vordergrund gehört zu dem überregionalen Projekt Rheinpark, das durch die Arbeit des Zweckverbands Pamina 
geschaffen wurde.
Der Zweckverband Pamina (Palatinat = Pfalz, Mittlerer Oberrhein, Nord Alsace) betreibt grenzüberschreitende Entwicklungs-
arbeit für den Raum.
Eingebettet in diesen Rheinpark ist der Karlsruher "Landschaftspark Rhein", ein Naherholungsgebiet am Rheinufer, das bis
zum Stadtgeburtstag 2015 fertig sein soll . . .

Hinweis zum Begriff Rheinkilometer:  Die  Zählung beginnt mit  Kilometer  Null am  Auslauf des  Bodensees (Rheinbrücke Konstanz) und endet
 nach ca. 1036 Kilometern an der Nordsee.


Informationsschild am Platz desTulladenkmals (Ausschnitt, Schrift unten ergänzt)
Das Schild zeigt die Veränderungen des Rheinlaufs u. a. im Bereich von Karlsruhe/Mühlburg
Durch die
Rheinregulierung von Tulla wurden  durch die Begradigung des  Stroms Rheinschlingen abgeschnitten und weitere 
Flußverlagerungen und damit bisherige Grenzstreitigkeiten verhindert. Der Flusslauf wurde verkürzt, Dämme verhinderten Über-
schwemmungen bei  Hochwasser, die  Schifffahrt wurde sicherer, neues  Ackerland wurde gewonnen.
Diese Rheinkorrektion war
gleichzeitig einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die früher im Rheingraben existierende Malaria.
Der  Fluss hatte nun  aber eine viel höhere  Fließgeschwindigkeit  und  vertiefte deswegen durch  Erosion  sein  Flussbett, was zu
 diversen Problemen (u. a. Grundwasserabsenkung und Versteppung) führte.


Hofgut Maxau
Zwischen Rheinhafen und Rheinbrücken liegt das Hofgut Maxau - für mehr Informationen das Bild anklicken


Rheinübergang bei Maxau - Blick nach Norden
Der Hochwasserdamm begrenzt auf der rechten Seite das Bild, es herrscht Niedrigwasser (Niederschlag im Winter
in höheren  Lagen als  Schnee gespeichert => zunächst geringerer Abfluß),  die Buhnen  im Flussbett  sind sichtbar.


  
Rheinübergang Maxau                       Blick nach Westen                      S-Bahn-Haltestelle Maxau
Von unten erkennt man, dass es sich hier um zwei  Brücken handelt, eine (die linke Brücke) für den   Schienenverkehr und die andere
 für den Kraftfahrzeug- und Fußgängerverkehr. Bei diesen   Brücken handelt es sich um den einzigen Rheinübergang im Großraum von
Karlsruhe, was bei den morgendlichen und abendlichen  Pendlerströmen immer wieder zu Staus führt. Auch weil die Straßenbrücke in
absehbarer Zeit umfassend saniert
werden muss (wobei  große Verkehrsbehinderungen vorauszusehen sind), wird über einen weiteren 
Brückenbau diskutiert - bisher (Nov. 2015) ohne Ergebnis.
Das rechte Bild zeigt eine Karlsruher Straßenbahn (S-Bahn), die das Zentrum
von Karlsruhe mit der Pfalz verbindet.

Nachtrag 2016
Die Sanierung der Straßenbrücke, über die am Tag mehr als 80 000 Fahrzeuge rollen, soll nun 2018 stattfinden. Bei einer Arbeitszeit von
bis zu neun Monaten und mehreren Vollsperrungen an Wochenenden sind gewaltige Verkehrsbehinderungen und große Probleme v. a. für
die Pendler vorhersehbar. Gestritten wird noch zwischen Bund, Rheinland-Pfalz und Stadt Karlsruhe über den Standort der neuen Brücke:
eine "Ersatzbrücke" zwischen den beiden vorhandenen Brücken oder eine weitere Brücke etwas weiter nördlich.



Routenvorschläge
1) Durch den Hafen: wegen der Länge der Strecke wäre eine Fahrradexkursion  sinnvoll: Beginn an der Honsellstraße/Heizkraftwerk-West. Weiter
zum Mittelbecken - dann Werftstraße und zurück - Nordbeckenstraße nach Westen bis zur Schiffsmeldestelle - zurück über das Hafensperrtor
in die Fettweisstraße - Hansastraße und zurück - dann über die Rheinhafenstraße zurück zum Ausgangspunkt

2) Als Fußexkursion im Hafenbereich bietet sich eine kürzere Route ohne Abstecher  an: Straßenbahnendstation Rheinhafen - Blick in Werftstraße -
Nordbeckenstraße bis Hafensperrtor - über das Sperrtor zur Fettweisstraße - nach Osten über Rheinhafenstraße zur Haltestelle Rheinhafen

3) Eine Tour zum Rhein:
Straßenbahnendstation Rheinhafen - Nordbeckenstraße bis Schiffsmeldestelle an Hafeneinfahrt - Straße nach Norden zum
Tulladenkmal - weiter nach Norden am Hofgut Maxau vorbei - Straßenbahnhaltestelle Maxau
 


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