Südweststadt


Ab der zweiten Hälfte des 19. Jhdts begann die Entwicklung der Südweststadt, rasches Wachstum erfolgte vor allem in der Gründerzeit.

               
1914                                                                                                  2016

Um die  Jahrhundertwende 1900 wuchs der  Stadtteil nach Süden zunächst bis zur Südendstraße.  Ein weiterer Ausbau erfolgte bis zum
Einschnitt des ersten  Weltkriegs
. In den Jahrzehnten um die Jahrtausendwende 2000 wurde  vor allem der Bereich westlich der Brauer-
straße ausgebaut.
Die Südweststadt umfasst heute das  Gebiet zwischen Kriegsstraße im Norden, Ettlingerstraße im Osten, Hauptbahn-
hof, Ebertstraße und Europabad im Süden und Eisenlohrstraße im Westen.
Zum besseren Vergleich ist auf beiden Karten der Kolpingplatz mit einem roten Punkt markiert. Alte Karte anklicken, um sie groß zu sehen.
(Quellen: links Topographische Karte  1 : 25 000 des Großherzoglich Topographischen Bureaus von 1914, rechts OpenStreetMap contributors jeweils Ausschnitte, verändert)

Bilder ohne Datum vom März 2008



Der Hauptbahnhof
Gegen Ende der Jugendstilzeit wurde der Hauptbahnhof gebaut. Er erinnert mit seiner streng gegliederten, mit geometrischen Ornamenten
geschmückten Fassade an den Wiener Jugendstil.



Eingang Hauptbahnhof 2008
 Das Vordach wurde gegen Ende des 20. Jhdts hinzugefügt.


Detail der Hauptfassade


Hinweisschild beim Haupteingang

Wenig erfreulich sieht es seit langer Zeit im Bereich des Haupteingangs aus


Ein Fahrradchaos sieht ein Besucher Karlsruhes, der aus dem Hauptbahnhof kommt, zuerst - schlichtweg traurig.


Man kann es nicht verstehen, dass Stadt und Bahn dieses Chaos an einer der wichtigsten Eingangspforten der Stadt seit Jahren dulden.

Über diesen ersten Eindruck werden sich viele Besucher Karlsruhes aber sehr wundern . . .

Weitere Bilder/Informationen zu Fahrrädern vor dem Haupteingang findet man unter dieser Sprungmarke.


   
Die Bahnhofshalle wird durch zwei Tonnengewölbe, die sich rechtwinklig schneiden (Kreuzgrat-
gewölbe) gebildet.
Der zentrale Platz ist (momentan?) frei von Kiosken, nur im Eingangsbereich
gibt es noch einige.


   
Außer den Betrieben in den Randbereichen (u. a. Bücher/Zeitschriften, Blumen, Backwaren, Lebensmittel, Restaurants) befindet sich
heute
ein größerer Laden im Zentralbereich des westlichen Seitenflügels. Die Reklame der badischen  "Karlsruher Versicherungen"
(siehe rechtes Bild) wurde nach Fusion mit der "Württembergischen Versicherung" zum Konzern
"Wüstenrot &Württembergische AG"
mittlerweile leider geändert.


Gastronomiebereich
Der Bereich wurde neu gestaltet und umfasst nun mehrere Betriebe mit unterschiedlichem Angebot.

       



Abfahrtshalle
Weitere Bilder/Informationen zur Südseite des Bahnhofs findet man unter dieser Sprungmarke.


Blick über den Bahnhofplatz zur Bahnhofstraße
Die Platzbebauung wurde im Anschluss an den Bahnhofsbau bis 1915 von Vittali durchgeführt.
Im rechten Gebäude ist die Touristinformation (s. u.).


Touristinformation


Blick über den Bahnhofplatz zu den Kolonnaden des Stadtgarteneingangs und zum Schlosshotel.
Durch die Neugestaltung des Vorplatzes  ist zwar ein einheitlicher neoklassizistischer Platz ent-
standen - aber vielen Karlsruhern erscheint er etwas zu steril . . .



Stele zur Erinnerung an die Deportation von Juden nach Gurs im Jahr 1940
75 Jahre nach der Deportation wurde 2015 diese Buntsandsteinstele im östlichen Bereich des Bahn-
hofplatzes errichtet.
Sie erinnert mit Text und Bild an das damalige Geschehen.
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Seit   Anfang des  Jahres 2009 ist im Zuge des barrierefreien Zugangs zu den Straßenbahnen eine
weitere Umgestaltung des Bahnhofplatzes angedacht, was zeitweilig eine intensive Diskussion über
das zukünftige Aussehen des Platzes ausgelöst hat.
Bis Herbst 2017 hat sich auf dem Bahnhofplatz
nichts Wesentliches geändert!
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Hier eine  Sprungmarke zu weiteren Bildern vom Bahnhofplatz.
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Bahnhofplatz: Eingangsbereich von Stadtgarten und Zoo


Informationsschild im Durchgang der Kolonnaden


Der Stadtgarten

Innerstädtisches Erholungsgebiet mit Zoo - mehr Bilder gibt es hier.


Ehemaliges Tullabad - Blick von der Ettlingerstraße
An den  Stadtgarten grenzt im  Osten das denkmalgeschützte  frühere Tullabad an. Auch dieses  Bad wurde im Zuge
des Baus des sogenannten  Spaßbads  Europabad geschlossen. Das  Gebäude wurde für den  Tiergarten umgenutzt.
Im Januar 2011 hatte der Gemeinderat den Umbau des ehemaligen Schwimmbads in ein
Exotenhaus beschlossen. Im
Oktober 2012 begann dann der Umbau mit Abbrucharbeiten im Inneren, seit August 2015 kann das neue Exotenhaus
im Stadtgarten besichtigt werden.


Der Umbau des Hallenbads zum Exotenhaus ist vollendet.
Im Vordergrund die Terrasse des Gastronomiebetriebs Exo


Bahnhofstraße - Blick nach Süden
Links Stadtgarten und Zoo, rechts Wohnhausblock
vom Ende der 20-er Jahre des letzten Jahrhunderts

   
Am Südende der Bahnhofstraße befindet sich neuerdings eine Ladestation für Elektroautos. Ab und zu "tankt" auch mal ein Auto Strom . . .


Bahnhofstraße - Blick nach Norden
Ende Oktober 2015 wurde die Bahnhofstraße nun als Fahrradstraße ausgeschildert. Durch die Straße fährt ein
Linienbus, die Straße
wird von Taxis ständig genutzt, die meisten Anlieger besitzen ein Auto, viele Stadtgarten-
besucher - auch Ausländer - parken hier. Da fragt man sich schon, ob es  eine sinnvolle Aktion war, Radfahrer,
die als Pendler einmal morgens und wieder abends in größerer Menge durch die Straße fahren, gegenüber den
anderen Nutzern dermaßen zu bevorteilen.


Klosestraße 3 - 9
In der westlichen Parallelstraße zur Bahnhofstraße findet man ein Ensemble mehrerer interes-
santer Häuser. Auffällig sind bei
den Häusern von 1927 die von verzierten Säulen getragenen 
Balkone sowie durchlaufende Schmuckbänder im dritten Stockwerk.


       
Blick nach Süden                    Klosestraße, Ostseite                   Blick nach Norden
Einen etwas anderen Eindruck vermittelt das Ensemble im mittleren Bereich. Absolut unpassend sind die zwei nachträglich angefügten, von einem
Stahlgerüst getragenen  Balkone, die im rechten Bild zu sehen sind.


Klosestraße 25 -31

      
Interessant sind hier Details wie die dreieckige Einteilung der Oberfenster, das durchlaufende Schmuckband unter dem Fenstergesims im
zweiten Obergeschoss, die hervorspringenden Lichtöffnungen über den Eingangstoren oder die sternförmigen Fenster des Haustors im
linken Bild. Ganz rechts ein fliegender Engel als Schmuckelement über einer Haustür.


Alker-Block/Mietwohnhausblock - Einmündung  Schnetzlerstraße in Schwarzwaldstraße

Diese große Wohnanlage von 1930 erinnert etwas an den Bauhausstil im Dammerstock.


Alker-Block Südwestecke - Blick von der Ebertstraße


Im Inneren der Blockrandbebauung befindet sich ein großer parkartiger Hof.

      
Beiertheimer  Wäldchen/Beiertheimer Allee - ein  Grünstreifen im Bereich der östlichen Randsenke
Hier verlief ein  Arm des ehemaligen 
Randflusses/des Kinzig-Murg-Stroms. Die  Mulde des ehemaligen  Flußlaufs ist
auf dem rechten Bild (Nähe Albtalbahnhof) noch schwach zu erkennen. Da dieses feuchte Niederungsgebiet unbebaut
war, existierte  freier Platz
zum Bau einer ehemaligen Bahnlinie, die einst hier entlang zum ehemaligen Hauptbahnhof
 (auf dem Gelände desheutigen Staatstheaters) führte.

    
Auf dem linken Bild erkennt man durch die
hier höher liegende Straße (Beiertheimer Allee) die Vertiefung des ehemaligen Seitenarms des
Randflusses/des Kinzig-Murg-Stroms deutlicher. Das rechte Bild zeigt Arme des ehemaligen Randflusses im Bereich von Südwest-/Südstadt.
(Verlauf der  Seitenarme nach Thürach 1912)

   
Beiertheimer Wäldchen: Es ist ganz interessant, wie die Hundebesitzer ihren eigenen "Weg" durch die Grünfläche legen . . .

   
Verwaltungsgebäude der KLV - Karlsruher Lebensversicherung - Blick von Bahnhofstraße  
Die "Karlsruher"
fusionierte mit den "Württembergischen Versicherungen"  und gehört nun  zum Konzern Wüstenrot & Württembergische AG.

   
KLV - Blick vom Beiertheimer Wäldle im Frühling                                                                   Inschrift am Gebäude

   
Blick vom Beiertheimer Wäldle                              Spiegelungen                              Blick vom Stadtgartensee


   
Das Polizeipräsidium/Polizeirevier KA-Südweststadt - Beiertheimer Allee/Mathystraße.
Seit der Polizeireform in Baden-Württemberg ist der
Hauptsitz des Polizeipräsidiums in der Oststadt (Durlacher Allee 31 - 33).
Das ehemalige Gebäude des Katholischen Oberstiftungsrats ist
 im Stil des Historismus - mit besonderem Anklang an die Romanik - erbaut.

   
Fassade des Polizeipräsidiums/Polizeireviers - Beiertheimer Allee

   
Feuerwache - Ecke Mathystraße/Ritterstraße


Hinweisschild an der Feuerwache
Da diese Hauptfeuerwache die heutigen Bedürfnisse der Feuerwehr nicht mehr erfüllt,
ist 2014 im Osten der Stadt ein neues Feuerwehrzentrum im Bau.
Das neue Bauwerk
entsteht
ab 2016 nahe dem Kreisel am Ostende der Ludwig-Erhard-Allee.

  
Goethe-Gymnasium Renckstraße
Das monumentale Gebäude aus Buntsandstein wurde im Stil der Neorenaissance (Historismus)
1908 erbaut.


Blockrandbebauung Ecke Gartenstraße (links)
/Renckstraße
Dieser interessante Wohnblock von 1926/27 (Architekt Zippelius) ist in manchen Be-
reichen (s. u.) von Farben und Architektur des alten Ägyptens beeinflusst.


Die blaue Farbe am dritten Obergeschoss symbolisiert - wie im alten Ägypten - den
Himmel, das Grün in den unteren Stockwerken die Erde.

     
Links: Säulenverzierter - an einen Tempeleingang erinnender -  Hauseingang (Renckstraße 1)
Rechts: Mit Halbsäulen betonter Hauseingang in der August-Dürr-Straße


Kolpingplatz

Mit seiner Blütenpracht ist dieser Platz das ganze Jahr eine Zierde des Stadtteils.





Im "Alten Brauhof" an der Mathystraße
Auf dem Gelände der früheren Brauerei
Schrempp-Printz wurden Wohnblöcke errichtet

    
Innenhof mit Spielplatz                                                    Nebenstraße im Alten Brauhof


Kreuzung Karl- / Mathystraße: Wohnblock mit vorgesetzter Ladenzeile an der Karlstraße


Die Neuapostolische Kirche
in der Karlstraße


Kreuzung Karl-/Gartenstraße
Eine Reminiszenz an den 2. Weltkrieg ist diese kaum noch leserliche
Inschrift "ZUM SAMMELPLATZ" (= Sammelstelle für
Leute deren Haus
durch Bomben zerstört war - sogenannte Ausgebombte).


Ecke Gartenstraße/Redtenbacherstraße
Auch dieses Haus erinnert wohl noch an den 2. Weltkrieg und die Luftangriffe auf Karlsruhe:
Die Werksteine aus  Buntsandstein, der  Eckbalkon und die horizontalen  Zierstreifen im Erd-
geschoss und im rechten  Bauteil deuten darauf hin, dass hier ein prächtiges Haus bei einem
Luftangriff teilweise zerstört und in den Nachkriegsjahren bald auf den erhaltenen Mauerteilen
wieder aufgebaut wurde. Das kleine  Bild rechts zeigt die in  Höhe der  Fensterunterkante des
ersten Obergeschosses verlaufende Grenze im unterschiedlichen Mauerwerk deutlich.



Detail des oben gezeigten Hauses
Unterhalb des Eckfensters findet man einen weiteren Hinweis auf die Luftangriffe im 2. Weltkrieg: 
man kann in dem weißen Richtungspfeil gerade noch die Inschrift "ZUM SAMMELPLATZ" erahnen.


   
Roonstraße                                                                            Boeckhstraße
Die über den Kellerfenstern noch teilweise sichtbaren weißen Pfeile sind sogenannte  "Luftschutzpfeile" d. h.  Hinweise
auf die Lage des Luftschutzraums bei Beschädigung/Zerstörung des Gebäudes.



Luftschutzpfeil in der Jollystraße

Weitere Erinnerungen an den Luftschutz - nicht nur in der Südweststadt - erhält man mit dieser SPRUNGMARKE.
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Hirschbrücke über Straßenbahn und Mathystraße (ehemalige Rheinbahnstraße)
Hier verliefen früher Bahnlinien zum damaligen Hauptbahnhof (am Platz des heutigen Staatstheaters).
Die Hirschbrücke wurde
damals zur leichteren Erreichbarkeit der (südlichen) Südweststadt gebaut.

   
Stützen und Tragwerk der Eisenbrücke                                          Hinweisschild auf frühere Bedeutung

  
Überquerung der Jollystraße (hinten)                                                      Blick nach Osten auf die Trasse


Sonntagsplatz - Ostteil

Beiderseits unterhalb der Hirschbrücke befindet sich dieser Platz. Er bekam seinen Namen zu
 Ehren von Karoline Sonntag, die viel Geld für wohltätige Zwecke gespendet hatte.


Westteil
Dieser Bereich ist bereits neu gestaltet worden, der Ostteil soll folgen.
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Historische Straßenbahn
In der Südweststadt sah man 2014 immer noch die "uralten" (älter als 50 Jahre) Gelenktriebwagen der Linie 5. Die Tage der
alten "Holzklasse" (wegen Sitzen aus Holz) sind seit Mitte 2015 vorbei, möglicherweise wird das eine oder andere Fahrzeug
aus nostalgischen Gründen erhalten . . .


Und hier am Bahnhofplatz ein noch betagterer Oldie, der bei besonderen Anlässen noch verkehrt . . .
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Ein imposantes Gebäude findet sich an der
Ecke Mathystraße/Otto-Sachs-Straße.
Dieses  Sandsteingebäude mit der interessanten  Ecklösung wurde  Ende des 19. Jhs als
Luisenschule erbaut und gehörte später dem Badischen Frauenverein.
Nach unterschied-
licher Nutzung stand das Haus
im Winter 2010 leer. Durch die Sanierung wurden ab 2011
 in dem Eckhaus
vor allem moderne Wohnungen geschaffen.


Hinweisschild rechts neben dem Eingang an obigem Gebäude


Ecke Mathystraße/Otto-Sachs-Straße
Die Sanierung ist weitgehend fertig: überall neue  Fenster und  Fensterläden, eine neue Dach-
gaube über der abgeschrägten Eckfront. Das oben gezeigte blaue Hinweisschild fehlt nun. Die
früher rechts anschließende Baulücke ist jetzt geschlossen => unten.



Neubau in der Mathystraße
Wenn hier auch versucht wird, mit den unterschiedlichen Fenstergrößen in den   Stockwerken
Abwechslung in den neuen Baukörper zu bringen, muss man sich doch fragen, ob die Harmo-
nie der Gebäudereihe nicht durch  Farbe, Anordnung der Stockwerke und  Fenstergrößen des
Neubaus erheblich gestört wird.

 

Ehemaliges Wasserwerksgebäude - Ecke Otto-Sachs-Straße/Gartenstraße
Über dem zweiten Stockwerk befand sich früher ein Hochbehälter, das sogenannte
Gegenreservoir. Es diente dem Ausgleich von Verbrauchsschwankungen.



Hinweisschild am ehemaligen Wasserwerk/Archiv
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Besonders im Bereich  zwischen Karl- und Brauerstraße findet man noch viele interessante Gebäude aus der
Gründerzeit in historisierendem Stil, oft auch mit Jugendstilanklängen
. In der Folge einige Beispiele


Kreuzung Hirsch/Klauprechtstraße


Hirschstraße 91/93

           
           Links: 1900 erbaut, Hirschstraße 126 mit verschnörkelten Initialen (
WST) des Bauherrn                                                                           
                                                       Rechts:
1904 erbaut, Hirschstraße 105 mit Rosensträuchern von einen Halbkreis überlagert


Vorholzstraße/Blick in Boeckhstraße


Ornamentaler Hauseingang: Ausschnitt aus dem vorigen Bild (linke Seite)


Roonstraße 28
Das Gebäude vom Anfang des 20. Jhds war das Verwaltungsgebäude des Lebensbedürfnisvereins, später Konsum.


Inschrift über dem Eingang

   
Brauerstraße 15
Das Jugendstilgebäude stammt von 1905.  

   
Putlitzstraße 18
Das Jugendstilgebäude von 1903 zeigt ebenfalls den typischen Materialwechsel (Sandstein und Klinker) und lineare Schmuckelemente.


Die evangelische Matthäuskirche in der Vorholzstraße
Das bemerkenswerte Baudenkmal von 1927 entstand im Zeichen von Bauhaus und Expressionismus
und wurde wegen des sparsamen Bauens in der Nachkriegszeit als "Notkirche" bezeichnet.



Die katholische St. Elisabeth-Kirche
Diese Kirche wurde ab 1928 gebaut und 1930 geweiht. Sie steht in der Südendstraße, die Anfang
des 20. Jhdts das südliche Ende der Stadt darstellte.


Brauerstraße - Blick nach Norden
Nach dem  Abriss von nicht mehr genutzten Industriegebäuden konnte die Straße in eine leistungs-
fähige - Nord-Süd verlaufende - Verkehrsachse umgebaut werden. Mit dem Überqueren der Straße
nach Westen ändern sich  Funktion und Bild der Südweststadt, es dominieren hier - neben einigem
Gewerbe - Dienstleistungsbetriebe.



Agentur für Arbeit und Berufs-Informations-Zentrum


Techniker Krankenkasse


Informationsschild an der Ecke Gartenstraße/Lorenzstraße (Ausschnitt, beschriftet)
Hier entsteht ein riesiger Gebäudekomplex: das geschwungene Synus Bürogebäude und das "GartenCarre".


Baustelle 2014 - Blick über die Gartenstraße zum Synus Haus (links)  und GartenCarre
Interessant ist, dass beide  Komplexe über eine gemeinsame, hochmoderne und umweltfreundliche  Wärme- und  Kälteversorgung ver-
fügen: Fernwärme der Stadtwerke
(Kraft-Wärme-Kopplung und Abwärme der Raffinerie) dient zum Heizen und auch zum Erzeugen von
Absorptionskälte
(Prinzip  Absorptionskühlschrank), die gemeinsam mit  Kompressionskälte für die  Klimatisierung beider  Gebäudekom-
plexe genutzt wird.



Synus und GartenCarre von der Gartenstraße gesehen
Die
Kurven des Synus-Gebäudes bilden einen deutlichen Kontrast zu den eckigen Gebäuden des GartenCarres.


Zwischen beiden Gebäuden befindet sich ein kleiner Grünstreifen.

   
Das Bürogebäude Synus von Südosten und Nordosten

   
Synus Haus von Süden


ZKM-Gebäude: Von der Patronenfabrik zum Internationalen Kulturzentrum
Zunächst war hier die  Deutsche   Metallpatronenfabrik. Die riesige   Fabrikhalle von 1915 gehörte zur
 "Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik" aus  Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg produzierte
man bis
Ende der  70er Jahre  als IWKA (Industriewerke Karlsruhe-Augsburg)  Maschinenteile. Der Fabrikbau
aus der Übergangszeit zwischen Historismus und Funktionalismus steht unter Denkmalschutz.
Heute
 befinden sich in dem Gebäude das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM), das
Museum
für Neue Kunst, das Medienmuseum, die Städtische Galerie Karlsruhe und die Staatliche Hochschule
für Gestaltung
.

Nachtrag 2016
Das ZKM heißt nun
Zentrum für Kunst und Medien.


   
Städtische Galerie Karlsruhe                                                                  Museum für neue Kunst


  Der vorgesetzte Glaskubus des ZKM dient als modernes Gegenstück zur älteren Industriearchitektur.


Haupteingang ZKM
Die grüne Gedenktafel rechts neben den Eingangsbereich
(s. u.) erinnert an die Zwangsarbeiter,
die während des letzten Krieges in der damaligen Waffen- und Munitionsfabrik arbeiten mussten.




Lichthof im Museusgebäude
In einem von mehreren großen Lichthöfen befinden sich der Haupteingangsbereich und das Restaurant/Bistro "mint"


   
Installation von Benoit Maubrey vor dem ZKM 2012                                       Delphi              
Tholos von Delphi aus Lautsprechern und anderem Elektroschrott - zum Vergleich der Originaltholos von Delphi.


Hinweisschild bei der Installation

Nachtrag Februar 2013: Die oben gezeigte Installation ist wieder abgebaut.

 
2014 - Klangpavillon "The Morning Line"
Der
von verschiedenen Urhebern gestaltete, begehbare Klangkörper mit vielen Lautsprechern und Subwoofern wurde als interaktives System, das auf
 Besucher mit Klangveränderungen reagiert, entwickelt.


Der Filmpalast
Hier gibt es 10 Kinos und mehrere Restaurants. Parkplätze bietet eine Tiefgarage.


Bundesanwaltschaft
Neben Filmpalast und ZKM befindet sich das burgartige Dienstgebäude der Bundesanwaltschaft.


   
      St. Vincentius Krankenhaus            
Steinhäuserstraße            Carl-Benz- und Carl-Engler-Schule
Nachtrag 2016 zum Vincentius Krankenhaus: Die in die Jahre gekommenen Gebäude werden ab dem Frühjahr
2016 durch den Bau einer neuen hochmodernen Klinik ersetzt.
 
   
Lebenshilfehaus
in der Steinhäuserstraße
Das farbenfrohe Haus bietet Menschen mit Behinderungen praktische Lebenshilfe. Es beinhaltet ein Beratungs- und
Begegnungszentrum und eine integrative Kita, d. h. eine Kindertagesstätte für Kinder mit und ohne Handicap.


  
Städtisches Bürgerbüro und ADAC

 
Europahalle für Sport, Konzerte und sonstige Veranstaltungen
Nachtrag Juli 2014: Leider entspricht die  Halle nicht   mehr den aktuellen  Brandschutzvorschriften
 und kann deshalb (vorläufig?) nur noch für Veranstaltungen mit einem kleinen Personenkreis genutzt
werden. Als  Ersatz wurde aber bereits  eine Halle der Messe Karlsruhe für sportliche Großveranstal-
tungen und  Events  entsprechend  ausgerüstet: Halle 2 wurde temporär Leichtathletikarena.
Nachtrag März 2016: Anscheinend ist der Aufwand
, die Halle wieder für Großveranstaltungen aufrüsten
zu lasssen,
zu hoch. So wird die  Halle wohl nur noch von  Schulen und  Vereinen mit einer maximalen
Belegung von 200 Personen genutzt . . .


Europabad - ein Spaßbad mit diversen Attraktionen
Wegen des  Baus dieses  Bades wurden  zum großen  Ärger vieler   Bahnenschwimmer  mehrere
Hallenbäder in  Karlsruhe geschlossen. Jedoch machte das   Spaßbad erst
(Feb. 2009) der Stadt  
gar keinen Spaß mehr, denn nach beträchtlicher Überschreitung der Baukosten wurden die ange-
peilten  Besucherzahlen  zunächst  nicht erreicht. Die  Situation hat sich jedoch ab dem  Jahr 2010
allmählich und  ab dem  Jahr 2014 deutlich verbessert.
  Dazu haben  sicherlich die verschiedenen
Wasserrutschen (s. u.) wie AquaRocket, Aquacross oder Green Viper beigetragen.




Wasserrutschen


Altes St. Vincentius-Krankenhaus an der Südendstraße
Dieses Krankenhaus gehört zu den St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe. Ein Vorgängerhaus - damals
das  "Alte Vincentius" genannt - lag an der  Ecke  Kriegs-/Karlstraße. Das abgebildete, dann "Neue
Vincentius" wurde um die Wende zum 20. Jhdt gebaut und im Lauf der Jahrzehnte mehrfach umge-
baut und erweitert.
Nun ist dieses Haus  nach dem Abriss des ganz alten Krankenhauses und dem
 Bau eines "Neuen Vincentius" (1973)  an der Steinhäuserstraße das "Alte Vincentius". Das Kranken-
haus lag - wie seine Lage an der  Südendstraße  (Name!) schon andeutet - bei seiner  Eröffnung am
Rand der Stadt im Beiertheimer Feld.
Nachtrag Herbst 2016
Die Vincentius-Kliniken haben mit dem Diakonissen Krankenhaus in Rüppurr fusioniert und firmieren
in Zukunft gemeinsam unter dem Namen ViDia - Christliche Kliniken Karlsruhe



Günther-Klotz-Anlage
Weite Bereiche des ehemaligen Beiertheimer Felds am Westrand der Südweststadt sind heute ein
innerstädtischer Erholungsbereich. Die Schilder am Albufer sind Erklärungen zu einem Gewässer-
erlebnispfad, der im Rahmen von Renaturierungsmaßnahmen angelegt wurde.


  
Die Alb ungefähr in Höhe des Europabads


Auch Fischreiher fühlen sich hier wohl.

   
                   Ruderbootsee in der Günther-Klotz Anlage                                                               Ehemalige Lage der Brücke in Bulach
Die gedeckte  Brücke, über die man zu der  Ruderbootinsel kommt, ist eine alte  Brücke über die  Alb. Bis 1973 führte die  Holzbrücke beim Bulacher
Gasthaus "Schäumende Alb" über das kleine Flüsschen. Die Fußgängerbrücke führte von der Neue-Anlage-Straße zur Albufer Straße. Als das Gast-
haus im  Zuge des  Baus der Südtangente abgerissen werden musste, verlor die Brücke ihre  Bedeutung  und  verkam  allmählich. Das  Baudenkmal
wurde später saniert und im
Jahr 1976 an den jetzigen Ort versetzt.
(Quelle Karte: Topographische Karte 1 : 25 000 des Großherzoglich Topographischen Bureaus von 1914, Blatt Ettlingen, Ausschnitt, beschriftet

  
Kleingärten im nördlichen Beiertheimer Feld
Zwischen der Straßenbahnlinie nach Oberreut (linkes Bild) und der Eisenlohrstraße (Weststadt) befinden sich im Rest
 des Beiertheimer Felds noch viele Kleingärten. Dieses stadtklimatisch bedeutsame Grüngebiet wird durch Spazierwege
als innerstädtisches Erholungsgebiet erschlossen.


Das Gebiet der Südweststadt um den Festplatz ist bei der innerstädtischen Exkursion eingefügt.
Bilder ohne Datum vom März 2008

Winterbilder der Südweststadt

   
Blick von der Bahnhofstraße                                               KLV                                          Blick von der Beiertheimer Allee


Goethe-Gymnasium


Ehemaliges Polizei Präsidium

Die meisten der gezeigten Gebäude/Orte kann man auf folgender Route sehen: Hauptbahnhof - Bahnhofstraße -
Beiertheimer-Allee - Mathystraße - Jollystraße - Putlitzstraße - durch das Gebiet beim ZKM zur Ehrmannstraße -
Steinhäuserstraße nach Süden -
Hermann-Veit-Straße bis Europahalle/Europabad - zurück zur Steinhäuserstraße
nach Norden - Südendstraße - Hirschstraße nach Norden bis Hirschbrücke

Variante: Vom Europabad (s. o) kann man einen Rundgang durch das Beiertheimer Feld (Günther-Klotz-Anlage, Kleingärten) anhängen

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