Daxlanden

Der  Ort ist sehr alt. Schon um 1000 als Daherslar  erwähnt, später Daslar, ab dem 17. Jhdt Daxlanden. Bei seiner Gründung lag Daxlanden auf einem
  Vorsprung der
höheren  Niederterrasse zwischen  Albniederung und dem damaligen  Flussbett. Wegen  Zerstörungen durch  Rheinhochwasser musste
die Siedlung mehrfach verlegt werden,
1651 wurde die Kirche zerstört, immer wieder ging Ackerland verloren. Daxlanden hatte eine Fähre in die Pfalz,
eine Schiffs- und Zollstation und einen Ausladeplatz für Güter. Neben Bauern gab es hier deshalb früher auch
Schiffer und Fischer.

   
  1941                                                        Daxlanden                                                       2018
In Anlehnung an Thürach (1912) wurden in der linken Karte alte Rheinläufe türkisgrün, der begradigte Rhein und die Alb blau eingezeichnet.
Daxlanden wurde 1910  mit seiner  Gemarkung für den  Karlsruher  Hafenausbau eingemeindet. Der Ort wandelte sich allmählich von einem
Bauern- und Fischerort zu einem Arbeiterwohnort. Der
Hafen gehört heute  zum Stadtteil Mühlburg. Der Kartenvergleich zeigt das Wachstum
Daxlandens und der Stadt.

Quellen: Links Karte des Deutschen Reiches 1 : 100 000, Umgebung von Karlsruhe, Durlach, Ettlingen u. Rastatt, Reichsamt für Landesaufnahme,Berlin (Zusammendruck
 1941), 
veränderter Ausschnitt. Rechte Karte: © OpenTopoMap (CC-BY-SA)
Das Gebiet des Stadtteils Daxlanden  reicht heute von der B 36 im Osten bis zum Rhein im Westen. Im Norden reicht der Bereich noch etwas
über die Rheinhafenstraße bis zur Alb bei der Appenmühle und im Süden bis zur Gemarkungsgrenze von Karlsruhe.

Bilder ohne Datum April und Mai 2008
Ein Routenvorschlag folgt am Schluss




Daxlanden Malvenstraße
Das alte Haus im  Hintergrund steht deutlich höher als das rote Haus. Die alten Gebäude standen alle auf der höheren Niederterrasse,
dem  Hochgestade,
um sowohl nah am  Rhein, als auch vor dem regelmäßigem Hochwasser des Rheins etwas geschützt zu sein. Das
rote Haus liegt direkt vor dem  Hochufer im
Tiefgestade (Vordergrund). Nach der Rheinkorrektion und dem Dammbau war nun auch die
tiefere Lage hochwassersicher.


Zur Verdeutlichung der Lage Daxlandens am Hochufer hier noch einige Bilder.

  
Hochufer und Auwald
Das linke Bild zeigt das mehrere Meter hohe Hochufer, durch die Bäume sieht man ein Haus Daxlandens durchschimmern. Im Vorder-
grund blüht im  Frühling
der   Bärlauch. Beim rechten Bild blickt man zur anderen Seite des Weges in den Auwald der Rheinniederung,
in das Naturschutzgebiet Fritschlach, das
weiter unten beschrieben wird.


Der nach links oben führende Weg verdeutlicht noch einmal den Höhenunterschied zwischen
Hoch- und Tiefgestade.

Nun folgen Bilder von dem Ort auf dem Hochgestade.

  
Pfarrstraße 53
Viele Häuser in Daxlanden stammen aus der Zeit vor der Gründung Karlsruhes, als die heute eingemeindeten
Siedlungen noch selbständige Gemeinden waren. Dieses Fachwerkhaus wurde 1711 gebaut.

  

Malvenstraße
Dieses  Haus  direkt  am  Hochufer ist wahrscheinlich das älteste  Bauwerk  Daxlandens. Interessant
 ist die Einfügung von neuen  Lichtöffnungen in die  Gefache
der  Obergeschosse - ohne den Eindruck
des Fachwerkhauses zu  beschädigen.



Kirche St. Valentin
Auch die Valentinskirche ist eines der alten Gebäude Daxlandens. Sie
wurde ab 1713 von Rohrer erbaut und durch Weinbrenner erweitert.



Heilig-Geist-Kirche
Die Kirche wurde 200 Jahre nach der Valentinskirche im neoromanischen Stil erbaut.




Rappenwörtstraße
Die Straße im älteren Teil Daxlandens wird von der Straßenbahnlinie zum Rheinstrandbad
Rappenwört durchzogen.


Kleines Reihenhausensemble in der Holländerstraße 5 - 17
Der Name erinnert an die holländischen Rheinschiffer.


Künstlerkneipe in der Pfarrstraße
Das ehemalige Gasthaus Krone stammt aus dem 19. Jhdt und wurde mehrfach um- und ausgebaut. Zur Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jhdt
war das Wirtshaus ein beliebter Treffpunkt von Karlsruher Künstlern, von denen noch Werke in den Gasträumen zu sehen sind. Aus dieser Zeit
stammt der Name "Künstlerkneipe", den heute die Gaststätte trägt.



Goldgrundstraße
Die Bedeutung dieses Bilds liegt im Schild "Goldgrundstraße". Im Rhein wurde früher Gold gewaschen, das in winzigen Goldflittern von den Alpen
bis weit in den Rheingraben transportiert worden war. Besonders am Kopf neugebildeter Inseln im Strombereich lagerten sich die Goldteilchen ab.
Mit der  Rheinkorrektion verlagerte sich der  Strom nicht mehr, es bildeten sich keine  neuen  Goldlagerstätten  (Goldseifen) und die - schon immer
nicht sehr ergiebige - Goldwäscherei im  Rhein lohnte sich überhaupt nicht mehr.
Auf  beiden  Karten am  Anfang ist jeweils im Nordwesten in einer
ehemaligen Flußschlinge ein "Goldgrund" eingezeichnet. Die folgende Sprungmarke führt noch zu einigen Informationen zum
 Rheingold im 20. und 21. Jahrhundert
.

   
    Hochbunker Appenmühle in der Rheinhafenstraße 47                                                          Scheinfenster
Dieser burgartige  Bau mit dem bergfriedartigen  "Turm" am  Haupteingang, schießschartenartigen  Scheinfenstern (Bild rechts) und an Zinnen
erinnernde Dachkonsolen wurde Mitte des Krieges (WK II) erbaut. Auch das Ziegeldach (Tarnung) ist bei einem Hochbunker etwas Besonderes.
Der architektonisch interessante Bunker bot in  drei Stockwerken seinen "Bewohnern" im Umfeld des Angriffsziels Rheinhafen Schutz. Der ganz
rechts am  Bunker sichtbare  Nebeneingang ist der  Zugang zur  Treppe in das  Dachgeschoss (s. u.). Nach dem Krieg nutzte man das Bauwerk
noch eine Zeit als Zivilschutzbunker, heute dient der Bunker v. a. als Proberaum für diverse Bands und ist ein geschütztes Kulturdenkmal.



Der kämpferische Reichsadler mit dem Schwert in einer Klaue symbolisierte einst Macht.
Ohne Kopf ist er nun ein Sinnbild des Niedergangs dieser ehemaligen Macht.


Rückwärtiger Eingang zum
Untergeschoss des Bunkers von der Albniederung aus.

Beim Tag des offenen Denkmals am 8. September 2913 gab es die Möglichkeit, den Bunker von innen zu besichtigen.

   
Die mit schweren Schottentüren gesicherte Gasschleuse des Haupteingangs

   
Die drei Stockwerke des eigentlichen Luftschutzbunkers sind mit Treppen verbunden und werden jeweils durch
 einen Längsgang
erschlossen, an dem meist kleinere  Kammern mit früher insgesamt 400 Schutzplätzen liegen.


Der rückwärtige Ausgang des Untergeschosses von innen


Dachgeschoss
Das - heute an Privatleute vermietete - Dachgeschoß hatte keine Schutzwirkung sondern
diente allein der Tarnung des Bunkers.

Für mehr Informationen zu ehemaligen Luftschutzeinrichtungen in Karlsruhe hier klicken.



Appenmühle/Landseite
Die Wasserkraft der Alb wird am Platz der ehemaligen Mühlengebäude seit 2000 durch die Stadtwerke
zur sauberen Stromerzeugung genutzt. Das Bauwerk ist heute Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr.



Hinweisschildschilder von 2008 (oben und unten) bei der Appenmühle


So sah die Appenmühle früher aus.


Appenmühle vom Unterwasser aus gesehen


Ausschnitt aus einer Informationstafel am Thomaswehr


Das Thomaswehr 2008
Das  Wehr staut hier das  Wasser für den  Gewerbekanal/Mühlgraben zur Appenmühle auf. Der
Gewerbekanal zweigt links ab, die  Alb fließt über das Wehr und eine
Fischtreppe weiter.


Informationstafel von 2008


Alb und Mühlgraben bei der Appenmühle

(Quelle: OpenStreetMap contributors, Ausschnitt, verändert)

Nachtrag 2011

Die im obigen Text genannte Hoffnung auf die Rückkehr der Lachse scheint sich zu erfüllen, denn
in der Alb zwischen  Dammerstock  und  Weiherfeld hat man
  Laichplätze von  Lachsen  entdeckt.
Nachtrag 2016
Mittlerweile ist ein Konflikt zwischen Anglern und Stadtwerken entstanden. Die Angler bemängeln,
dass die  Fischtreppe nur flussaufwärts benutzt werden kann, die Fische aber beim  Abstieg in der
Turbine des Kraftwerks verletzt oder getötet werden.
Nachtrag 2021
Mittlerweile wurde der strittige Bereich erneuert: Am Thomaswehr wurde nun die Fischtreppe erneuert,
bei der Appenmühle gelangen absteigende Fische  in einen Kanal
neben dem  Rechen, durch den das
 nicht benötigte Wasser abfliesst (in den Leerschusskanal) und kommen so sicher in das Unterwasser.


Das Thomaswehr mit der neuen Fischtreppe


Thomaswehr
Links die Fischtreppe, in der Mitte das eigentliche Wehr und rechts eine automatische Spülklappe

   
                               Der untere Teil der Fischtreppe ist eine raue Rampe                                       der obere Teil ein Schlitzpass mit Holzeinbauten.


Unterhalb des Wehrs entstand eine Kiesfläche als Zugangsmöglichkeit zum Wasser


Ökologisch aufgewerteter Alblauf
Durch Buhnen wurde das Gefälle stellenweise erhöht und die Fließdynamik des Gewässers verstärkt.
 Im Hintergrund sieht man eine Kiesfläche. die bei höherem Wasserstand Material zur Umlagerung und
damit zur natürlichen Veränderung des Flussbetts liefert.

   
Einlass des Mühlgrabens zum Turbinenhaus
Linkes Bild: Unter der Mauer links befindet sich ein Horizontalrechen zum Abhalten kleiner Schwemmteilchen. Ein geringer Stababstand verhindert,
dass  Fische mit dem  Wasser in die  Turbine gelangen. Oberhalb der  Mauer sieht  man den  Rechenreiniger, der auf der grauen  Metallschiene zum
Reinigen hin und her fahren kann. Am Ende der Mauer befindet sich der Einlauf in den Leerschusskanal, durch den absteigende Fische in das Unter-
wasser gelangen. Rechtes Bild: Der Blick in den Leerschusskanal zeigt eine kleine Fischrutsche, die die Fische beim Abstieg benutzen.


An den Saumseen im Naturschutzgebiet
Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet (Fritschlach/Rheinaue, Karte siehe unten) liegt in einer alten,
verlassenen   Schlinge des  Rheins. Auwald, Schilfbestände und Wiesen prägen auch heute noch teil-
weise das Bild.



Alter Federbach, Blick von der Brücke (Karte unten Nr. 2) nach Süden

Der Alte Federbach durchzieht eine ehemalige Rheinschlinge.


Landschafts- und Naturschutzgebiet - Ausschnitt aus einer Informationstafel an Punkt 2 (blaue Schrift hinzugefügt)
Die  Karte zeigt eine gewisse  Problematik des Gebiets: Das  Naturschutzgebiet (rot umrahmt) ist  zerstückelt und ausge-
franst und bildet teilweise nur einen
schmalen  Streifen zwischen dem  Ort und dem  Kleingartengelände in der Niederung.
Das   Landschaftsschutzgebiet ist 
grün umrahmt. Die  Seen sind  alte  Baggerlöcher (Sand oder  Ton). Die   Karte zeigt im
Westen einen  Altrheinarm, der die  Insel
  Rappenwört umschließt. Am  Ostrand einer ehemaligen  Rheinschlinge fließt der
 Alte  Federbach und biegt dann bei den  Saumseen nach Norden in Richtung
Rheinhafen ab. Der Neue Federbach mündet
im Süden des Altrheinarms um Rappenwört in den Altrhein und fließt als Neuer Federbach durch die Altrheinschlinge bis in
den Rhein.



Ehemaliges Baggerloch in der Fritschlach


Im Naturschutzgebiet Fritschlach


Bärlauch
Im Frühling blüht in den Wäldern der Rheinniederung überall der Bärlauch. Heutzutage wird er oft
gesammelt und kulinarisch verwendet.


Knabenkraut
Auch Orchideen sind im Naturschutzgebiet zu entdecken.


Neuer Federbach
Der  Neue  Federbach  im  Kastenwört  fließt  westlich  des ursprünglichen  Federbachs. Er
wurde früher in einen Altrheinarm abgeleitet, um in der Fritschlach Ackerland zu gewinnen
.


Altrhein südlich vom Rheinstrandbad
Diese Schlinge des Altrheins blieb erhalten und umgibt heute die Insel Rappenwört. Der Altrhein-
arm ist noch mit dem  Rhein verbunden und wird heute vom Neuen Federbach durchflossen.



Rheinstrandbad Rappenwört
Das Bad auf der von einem Altrheinarm umschlossenen Insel Rappenwört liegt direkt am Rhein,
der hier
im Hintergrund als schmaler Streifen zu erkennen ist. Die größer erscheinende Wasser-
fläche zwischen der  Wiese und der Baumreihe am Fluß ist der frühere Badesee, der heute
aus hygienischen Gründen nicht mehr genutzt wird.


Umgebung des Rheinstrandbades
Quelle: Informationstafel beim Naturschutzzentrum


Erlebnisbecken
Für den Badespaß wurden mehrere Becken (Wellenbad, Sprungbecken) gebaut, zuletzt das

Erlebnisbecken . . .


. . .  mit Rutschen und Wasserspritzen


Eingangsbereich des Rheinstrandbads im Herbst


Restaurant Rheinstrandbad
Das zweigeschossige Gebäude mit den einstöckigen Nebengebäuden wurde im Bauhausstil
- nach Entwürfen
 von W. Gropius
- errichtet. Wegen größerer baulicher Mängel ist es seit einiger Zeit geschlossen und wird nach
geplanter Sanierung wohl nicht vor Sommer 2023 wieder eröffnet.

 Rappenwört liegt im Bereich "Landschaftspark Rhein", der die Karlsruher Naherholungszone im Bereich des
Rheins optimieret.

Auwald am Altwasser Hedel auf Rappenwört
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Etwas nördlich des Rheinstrandbades findet man im Auwald
noch einen gesprengten - aber
relativ gut erhaltenen -  Westwallbunker.


Die Bunkerruine


Eingang mit der Scharte der Eingangsverteidigung


Blick von innen in die Gasschleuse und rechts zur Scharte der Eingangsverteidigung


Der Innenraum


Blick nach außen
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Im benachbarten Auwald befindet sich auch das Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört


Der Infoweg zur Karlsruher Trinkwasserversorgung führt zum Naturschutzzentrum.



Wildgehege am Weg zum Naturschutzzentrum


Die Wildgehege müssen im Zuge des Baus des geplanten Retentionsraums (s. u.) aufgegeben
werden, da die Zäune ein Ausweichen der Tiere bei einer Überflutung verhindern würden.


Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört.



Naturschutzzentrum

Das 1929 erbaute - auf einer Erhöhung liegende - Zentrum ist ein bemerkenswertes Beispiel des
Bauhausstils. 
Die  Nachfolgeorganisation der  Vogelwarte  Rappenwört informiert heute mit Aus-
stellung und zahlreichen  Veranstaltungen über den  Natur- und   Umweltschutz. Das Zentrum be-
treut die benachbarten Schutzgebiete und erfüllt
organisatorische und koordinatorische Aufgaben.




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Östlich des Naturschutzzentrums liegt der "Ententeich" im Wald von Rappenwört.






Rheinhafen-Dampfkraftwerk
Das Rheinhafen-Dampfkraftwerk liegt im Nordwesten des Bereichs von Daxlanden


Grüne Wasser
Im Wasser eines Altrheinarms am Grossgrund spiegeln sich
Schornsteine des daneben liegende Rheinhafen-Dampfkraftwerk.



Rheinhafen-Dampfkraftwerk im Jahr 2008
Das Kraftwerk bestand 2009 aus mehreren Blöcken, von denen zwei (eine Gas- und Dampfturbinenanlage und
eine
kohlebefeuerte Anlage) in Betrieb waren. Die anderen Blöcke wurden teilweise stillgelegt oder werden als
Reserve vorgehalten.

Die  Planung und   Genehmigung zum  Bau eines großen, steinkohlebefeuerten neuen Kraftwerkblocks (RDK 8)
sorgte ab 2008 in  Karlsruhe für heftige Diskussionen.
Seit Ende 2014 ist der neue Kraftwerksblock fertiggestellt.



Polder Bellenkopf/ Rappenwört


Ungefährer Bereich des geplanten Polders

Der  Polder  Bellenkopf/Rappenwört erstreckt sich von
 Rheinstetten/Neuburgweier bis zum Rheinhafendampf-
kraftwerk  der EnBW.

Quelle:
© OpenTopoMap (CC-BY-SA, verändert

 

Das Integrierte  Rheinprogramm (externer Link) sieht  im Rahmen von  Hochwasserschutzmaßnahmen vor, dass die Bereiche  Rappenwört und  
Fritschlach im zukünftigen Polder Bellenkopf/Rappenwört (externer Link) liegen, also
hier ein  Retentionsraum (ein Hochwasserrückhaltebereich)
entstehen soll.
Vorgesehen ist ein gesteuerter Polder mit ungesteuerten Ökologischen Flutungen - d. h. es entsteht ein Flutraum,
der zur Reaktivierung überflutungs-
resistenter  Flora und  Fauna der typischen  Auenlandschaft mit wechselndem Wasserstand des Rheins bei geringerem Hochwasser ungesteuert (so-
zusagen natürlich) überflutet  wird.
Bei  Vorhersage  eines  stärkeren  Hochwassers wird zuerst die   Ökologische  Flutung  abgebrochen  (Einlassbau-
werke geschlossen,  Auslassbauwerke offen, de  Polder wird nun für die  Retention vorbereitet/entleert) und
dann bei stärkerem  Hochwasser (Abfluss
> 4500 cbm/Sek am Pegel Maxau)
  über die Einlassbauwerke - Auslassbauwerke geschlossen - kontrolliert geflutet.
Genauere Informationen und Karten zu den Ökologischen Flutungen (externer Link) Film dazu externer Link)
Z
um Schutz gegen Überflutung bei Polderwasserstand möchte die Stadt u. a. das im Retentionsraum gelegene  Rheinstrandbad mit  seinen  großen
 Parkplätzen mit einer Mauer und Spundwänden umgeben und die zum Bad und den dort ansässigen Vereinsheimen führende Straße und die dortige
Straßenbahnlinie auf einen 2.10 m hohen Damm legen,  damit  Bad, Vereinsheime und  das durch einen Ringdamm geschützte Naturschutzzentrum
auch bei Flutung
des Polders erreicht werden können.

Nachtrag 2016 zum Polder Bellenkopf/Rappenwört


Eine Informationstafel bei den Parkplätzen des Bads verdeutlicht die vorgesehenen Maßnahmen.




Dieser Ausschnitt (Hinweis auf Quelle eingefügt) zeigt die geplanten Veränderungen im Bereich des Rheinparks und der Zufahrtsstraße ganz
deutlich: Der Bereich des  Rheinparks wird mit  Spundwänden und  Mauern, die bis zum Trenndamm am Rhein reichen umgeben, die Straße
wird auf einer - dann an der Basis wohl breiteren - Erhöhung liegen.

Gegen die vorgesehene ca. 4m hohe Spundwand und die Höherlegung der Straße erheben vor allem Naturschützer starke Einwände.


Zur Verdeutlichung des Eingriffs in die Natur wurde deshalb von Naturschützern beim Parkplatz ein "Modell" der Spundwand in Originalgröße
aufgebaut.


Und so stellen sich die Planer die Spundwand vor . . .

Zur Verdeutlichung der Baumaßnahmen im Bereich Hermann-Schneider-Allee gibt es auch einen Film (externer Link)
des Regierungspräsidiums Karlsruhe.

Bilder ohne Datum April und Mai 2008

Routenvorschlag Ort: Straßenbahnhaltestelle Kirchplatz - Pfalzstraße nach Westen - Pfarrstraße nach Südwesten - Kirche St. Valentin - Pfarrstraße weiter 
bis Künstlerkneipe - Querstraße - Malvenstraße - Goldgrundstraße - Hammweg - Kastenwörtstraße - vor der Kirche nach rechts zur
 Holländerstraße - Heilig-Geist-Kirche - Pfalzstraße nach Osten - Hafenstraße - Luftschutzbunker - über Kornweg - Appenmühle - Kornweg weiter zur
  Daxlanderstraße -  Straßenbahnhaltestelle Stadtwerke

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Routenvorschlag Tiefgestade, eine Wanderung entsprechend der unten angefügten Routenskizze: Von der Straßenbahnhaltestelle Hammweg
das Hochufer hinunter. Dort dem Weg entlang des Hochufers nach Süden folgen. Dann entsprechend der Routenskizze weiter.



Quelle: Informationstafel in der Fritschlach, verändert und ergänzt

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